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Philosophie des Handspinnens

Das Spinnen von Wolle ist für mich ein Sinnbild des Lebens: Aus einem Bündel Fasern, das die unendlichen Möglichkeiten im Leben symbolisiert, entsteht beim Spinnen ein Faden, der einem Lebensabschnitt entspricht. Mit der Abnahme des Fadens vom Spinnrad ist eine Erfahrung abgeschlossen, die während des Haspelns noch einmal betrachtet, jedoch nicht mehr verändert werden kann. Nun sind sowohl die Spule als auch ich wieder frei für Neues!

Je geordneter und reiner die Fasern, die versponnen werden sollen, sind, desto fliessender und gleichmässiger gestaltet sich das Spinnen selbst. Ebenso verhält es sich im Leben: je mehr ich in meinem Leben bereinige und mit alten Erfahrungen abschliesse, umso besser kann ich mich auf neue Gegebenheiten, Ereignisse und Begegnungen einlassen.

Die Ausgangswolle gibt nicht vor, was für ein Faden sich am Ende auf der Spule befindet. Vielmehr gleicht das Vlies anfangs einem Nichts mit unendlichem Potential, die Qualität des fertigen Fadens hängt von mir ab und wird beeinflusst von meinem Willen, meinen Wünschen und nicht zuletzt von meiner Stimmung.

Somit wird jedes Mal spinnen zu einer interessanten Reise, wobei der Weg manchmal von vornherein klar scheint, sich oftmals jedoch erst unterwegs offenbart!